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#MozFest

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Medien, Mozilla

Vom 9. bis zum 12. November war ich beim Mozillafestival. Zusammengefunden haben sich dort ungefähr 1000 Menschen aus aller Welt, die sich alle, grob zusammengefasst, für die Zukunft des Internets interessieren und diese auch vorantreiben wollen. Stattgefunden hat alles im Ravensbourne College für Design und Kommunikation in der schönen Stadt London.

Jetzt sitze ich gerade im Zug auf dem Weg zurück nach Leipzig und mein Kopf ist vollgestopft mit Eindrücken, Erlebnissen und Ideen. 1000 Menschen, die sich zusammen tun, um sich gegenseitig Dinge beizubringen. Gleichzeitig dabei Ideen für Projekte entwickeln, die helfen sollen, die Funktionen des Internets voranzutreiben.  Was gibt es Besseres?

Buehne

Worum ging es?

Es gab immer so genannte Sessions (Workshops), die nach Themenbereichen den verschiedenen Etagen des Festivalgebäudes zugeordnet wurden. Beispielsweise gab es eine Etage, die sich „Hacktivate Learning“ nannte. Dort ging es im Großen und Ganzen um all die Dinge, die Mozilla tut, um vorrangig Kindern und Jugendlichen den Umgang mit dem Internet zu zeigen. Ziel ist, dass die Lernenden auch selber in der Lage sind, das Internet zu gestalten, und sich nicht nur passiv im Netz bewegen. In den Sessions auf dieser Etage wurde zum Beispiel ganz viel mit dem frisch herausgebrachten Popcorn Maker gearbeitet (ein Videoeditor, mit dem man Inhalte aus dem Internet ganz einfach in Videos integrieren kann). Oder auch mit Thimble (ein Liveview Editor für HTML und CSS, den man über den Browser aufruft). Meistens war ich in der 7. Etage unterwegs, wo sich alles um „Hackable Games“ gedreht hat („hacking“ = etwas auf die Schnelle zusammenschreiben; nicht etwa wie bei uns im Deutschen das böse Hacken).

Was habe ich da gemacht?

Die erste Session, bei der ich dabei war, hat super viel Spaß gemacht. Wir sollten das Spiel Pac-Man „hacken“ oder auf Deutsch gesagt: adaptieren. Dazu haben wir Karten bekommen, auf denen Stichwörter standen, die mit dem Spiel zusammenhingen.  Wir sollten erst einmal überlegen, was man mit dem Spiel alles machen kann und ob es irgendeine Botschaft hat. Danach gab es noch eine Karte, die uns vorgab, unter welchem Aspekt wir das Spiel neu aufbauen sollten. Das Thema war Umwelt. Nach langen Überlegungen haben wir zum Schluss eine tolle Idee für ein pädagogisches, das Umweltbewusstsein erweiterndes Pac-Man-artiges Spiel entwickelt und somit dem Spiel eine neue bzw. eine Botschaft gegeben.

Pac-Man

Den zweiten Tag war ich bei der Session „Mobile Webmaking“. In dieser haben wir uns zu viert eine Web-App ausgedacht, die speziell für junge Erwachsene gedacht ist. Es ist eine Art GeoCaching-Bildbearbeitungs-Gedichteschreib-Videomach-Gefühlsausdrück-App geworden. Wir haben natürlich nur den Entwurf gemacht, denn zum Bauen war keiner von uns so richtig fähig! Aber die Entwürfe gibt es noch und vielleicht kommt es irgendwann mal raus. Dann werde ich berichten!

Am letzten Abend wurden alle Projekte zusammen ausgestellt und man konnte herumgehen und alles angucken. Ich muss sagen, wenn so viele intelligente Menschen auf einen Haufen zusammen kommen, dann entstehen wirklich großartige Projekte.

Ich hatte unglaublich viel Spaß bei diesem Festival und habe ziemlich viele, ziemlich verrückte Menschen getroffen.

Wer mehr über das MozFest oder diese ganze Sache mit Mozilla wissen möchte, kann mir gerne schreiben oder auf die Seite von den Mozilla-Webmakern gehen. Sie haben sogar ihr eigenes Wiki. Und zum Schluss noch ein Link zu den Flickr-Bildern.

1 Kommentar

  1. Hallo Anne,

    hab mir gerade deinen „Ausbildung-Blog“ angeschaut. Schöne Sache, vorallem wirklich interessanter Artikel hier. Find ich super, dass du die Chance hast, während deiner Ausbildung solche Eindrücke aufzuschnappen. Würde gern mal zum Thema Hacktivate-Learning nochmal auf dich zukommen und ein paar Infos einholen. Ich betreibe nebenbein noch einen Medienratgeber, da passt das gut rein.

    Kleiner Tipp noch: setz mal deine ausgehenden Links auf „target:_blank“ damit externe Links in einem neuen Tab geladen werden. Ist besser für die Usability ;-)

    Gruß
    Ronny

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